Von Dausenau zum Gickelsturm

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Bei dieser Wanderung handelt es sich um einen Tourenvorschlag aus dem Rother Wanderführer „Westerwald“, den ich sehr ansprechend fand und nachgehen wollte. Also schnappte ich mir den Wanderführer und los gings. Obwohl ich jedes mal Probleme hatte wenn ich einzig mit dem Rother Wanderführer bewaffnet loszog die richtige Route zu finden. Um es gleich vorweg zu nehmen, ich habe die Route unfreiwillig geändert.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Lahntalhalle in Dausenau. Ein kleiner idyllischer Ort an der Lahn zwischen Nassau und Bad Ems. Von hier aus ging ich erstmal los über die Lahnbrücke und in Richtung Torturm. Kurz vor dem Turm, an der alten 1000jährigen Gerichtseiche bog ich rechts die Treppen zur Lahn hinunter ab um dann links erstmal ein Stückchen an der Lahn entlang zu gehen. Man läuft hier entlang der alten Stadtmauer, an deren Ende ich links die Treppen hinaufging um zum schiefen Turm weiterzugehen. Dort nahm ich wie im Wanderführer beschrieben die Treppen und ging die Stufen hinauf und an entlang der alten Ringmauer bis zu einem kleinen Plateau mit einer kleinen Treppe.

Die Aussicht von diesem Plateau über Dausenau und das Lahntal ist wirklich toll und lädt zum verweilen ein. Da ich aber erst losgegangen bin, entschloss ich mich weiterzugehen. Der Weg führte weiter den Berg hinauf bis zu einer Schotterstraße. Hier bog ich gemäß Anweisung rechts ab und folgte dem Weg weiter bergauf und hielt mich an der nächsten Gabelung links um irgendwann auf den Lahnhöhenweg zu stoßen um diesem für 4km zu folgen. Doch leider fehlte an einer Gabelung die Wandermarkierung für den Lahnhöhenweg. Also folgte ich für mich logisch, da es laut Wanderführer auf dem Lahnhöhenweg bis kurz vor Nassau ging, dem Schild „Weinberge Nassau“. Doch wie sich schnell herausstellte, war dies die falsche Entscheidung. Ich entschloss mich trotzdem weiterzugehen, weil nicht den Weg wieder zurückgehen wollte. Ich lief also weiter auf dem schönen Wanderpfad und gelangte schließlich an den Rand einer Ortschaft, von der ich nicht weiß welche es war. Hier entdeckte ich einen kleinen Pfad, der den Berg in den Wald hinauf führte und von dem ich dachte, dass er mich zurück auf den Lahnhöhenweg führt. Also entschied mich diesem Pfädchen zu folgen. Schließlich verlief der Lahnhöhenweg irgendwo oberhalb von mir entlang.

Ich hatte Glück und dieser wunderschöne kleine Pfad führte mich tatsächlich auf den Lahnhöhenweg zurück. Auf diesem angelangt bog rechts in Richtung Nassau ab. Ich war wieder auf der Originalroute. Dieser folgte ich nun vorbei an tollen Aussichtspunkten, wie in der Wegbeschreibung angegeben, bis kurz vor Nassau.

Unterwegs trifft man noch auf einen kleinen Pfad der links am Wegesrand zum „Altmütterchen“ hinaufführt. Diesen kleinen Abstecher kann ich sehr empfehlen, da sich dort ein wunderbarer Ausblick über das Lahntal und eine tolle Rastmöglichkeit bietet. Kurz vor Nassau sollte es dann irgendwo links auf den Wanderweg mit der Markierung „W“ ins Neuzenbachtal abgehen. Doch leider war eine solche Markierung nicht auffindbar und natürlich bin ich erstmal wieder falsch gelaufen und landete an Fischteichen an denen der Weg endete und mir nichts anderes übrig blieb als umzukehren und den Weg bis zu einer Wegkreuzung von der ich meinte falsch abgebogen zu sein zurückzugehen. Dort angekommen nahm ich dann den anderen Weg an der Kreuzung, der sich als der Richtige herausstellte und lief den Berg hinauf bis ich auf den im Wanderführer genannten Wanderweg „H4“ stieß und diesem folgte. Der H4 brachte mich zunächst zur Gertrudishöhe. Ein weiterer Aussichtspunkt mit einer Schutzhütte. Hier entschloss ich mich erstmal eine kleine Pause zumachen und die schöne Aussicht zu genießen. Darauf ging ich weiter und erreicht nach kurzer Zeit den Gickelsturm, der mir als ich oben war etwas wackelig vorkam. Das Panorama vom Turm ist aber einfach fantastisch. Ich lief dann weiter auf dem H4, den man irgendwann links auf einen unmarkierten Weg verlassen soll. An einer Kreuzung, die ich für die Richtige hielt bog ich also ab und lief einen kleinen Pfad hinab um nach ca. 150m wieder auf dem H4 weiterzugehen. So wie es im Wanderführer beschrieben ist.

Nach einiger Zeit sollte man dann auf einen Weg mit einer Markierung mit blauem Dreieck in gelben Fünfeck treffen und auf diesem Weg nach links abbiegen und folgen. Das tat ich dann auch. Dachte ich jedenfalls. Ich fand das Zeichen auch wieder am Wegesrand. Es sollte sich aber bald herausstellen, dass ich im Kreis gelaufen bin und es doch nicht der richtige Weg war. Jedenfalls bot diese kleine Extrarunde über den Hahnenkopf herrliche Ausblicke.

Nach kurzem recherchieren auf Komoot, MapsMe und Outdooractive bekam ich eine Idee wo ich falsch abgebogen sein könnte. Ich wanderte also zu dieser Wegkreuzung zurück und fand dann den richtigen Weg, der mich zur im Wanderführer erwähnten Herrenlay führte und auch mit blauem Dreieck in gelben Fünfeck markiert war. Auch von hier wieder ein toller Ausblick. Diesmal über Dausenau und das Lahntal. Ich folgte dem Wanderweg weiter, der mich wieder zurück nach Dausenau führte. Hier angekommen lief ich ein wenig durch den Ort bis hinunter zur Lahn und schließlich wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Nach 12,9km und 410hm nahm die Wanderung ihr Ende. Sie war sehr abwechslungsreich und führte vorbei an wirklich tollen Aussichten, über schmale Pfade sowie breite Forst- und Wiesenwege.

Ihr findet die Wanderung auf Komoot zum nachwandern und auf YouTube könnt ihr sie euch vorab anschauen.

Frisch auf!
Euer Sascha

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