Wandern in Corona-Zeiten

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Mir ist aufgefallen, dass die Wanderwege zur Zeit wesentlich höher frequentiert sind als vor der Corona-Pandemie. Durch das Social Distancing scheinen die Menschen einen Ausgleich durch das Wandern oder Spazierengehen in der Natur zu finden. Und das ist auch gut so. Denn dadurch wird das Immunsystem gestärkt und kann dazu beitragen, besser durch diese Kriese zu kommen.

Allerdings gilt auch hier, den Mindestabstand von ca. 2m einzuhalten und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Dazu hat der DWV einen kleinen Corona-Wegweiser mit nützlichen Tipps erstellt. Da der Großteil der Wanderer wahrscheinlich bekannte Premiumwege gehen wird, habe ich mich dazu entschlossen, mir aus dem Wanderwegenetz eigene Touren in meiner näheren Umgebung zu erstellen und diese abzuwandern. Dadurch kam ich schon an Orte, die ich noch gar nicht kannte oder vergessen hatte.

Wer Wandererfahrung hat und sich sicher orientieren kann, kann auch anhand einer Wanderkarte an den bekannten Hotspots vorbeigehen um Engpässe auf einer Route zu vermeiden. Dafür hat der DWV einen Videokurs bereitgestellt, um sich mit einer Topographischen Karte zurechtfinden zu können. Oft entdeckt man dabei wirklich tolle Highlights, die man noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Oft sind die beliebten Rast- oder Aussichtsplätze ein Problem, weil dort die Menschenansammlungen am größten sein können. Hier sollte man zur Not halt dann doch weitergehen und sich eine Alternative suchen. Leider kann man sich an solchen Hotspots nicht immer auf die Vernunft anderer Wanderer verlassen. Mir ist auch schon passiert, dass mich jemand nach dem Weg fragen wollte und mir sehr nahe kam. Ich gab ihm gerne eine Auskunft, musste ihn aber dennoch darum bitten etwas mehr Abstand zu mir einzuhalten. Davor sollte man sich nicht scheuen. Schließlich geht es hier auch um seine eigene Gesundheit.
Auch nicht zu verachten sind oft Wanderung, die von anderen Wandern in Apps wie „Outdooractive“ oder „Komoot“ zum nachwandern eingestellt werden. Das sind oft Wanderungen abseits der bekannten Routen oder unbekanntere Wanderwege einer Region, aber nicht weniger schön. Diese Apps sind in der kostenlosen Version durchaus schon brauchbar. Die Navigation mit diesen Apps erfordert allerdings etwas Eingewöhnung.
Was ich jedoch für sehr wichtig halte, ist sich nicht zu überschätzen und nicht über seine Grenzen zu gehen um ein Verletzungsrisiko zu minimieren. Man sollte ausreichend Zeit für eine Tour einplanen und genügend Pausen machen. Gerade als Anfänger sollte man sich Zeit lassen und sich den Eindrücken der Natur mal etwas hingeben und ein wenig entschleunigen.

Alles in allem finde ich das Wandern eine tolle Möglichkeit dem Corona-Alltag mal zu entfliehen und etwas für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden zu tun. Meistens ist man nach einer Wandertour wesentlich entspannter und hat wieder Kraft für die Herausforderungen des Alltags.

In diesem Sinne – Frisch auf!
Euer Sascha

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